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Reichskanzler Dr. Heinrich Brüning

Reichskanzler Dr. Heinrich Brüning

Urverbindung: Badenia (Straßburg) zu Frankfurt (19.05.1904)

Bandverbindungen: Wf

Geboren: 26.11.1885, Münster (Provinz Westfalen, Königreich Preußen)
Gestorben: 30.03.1970, Norwich (Vermont, USA)
Deutscher Reichskanzler, Mitglied des Reichstags, Parteivorsitzender, Fraktionsvorsitzender; Landtagsabgeordneter (Preußen), Universitätsprofessor (Nationalökonomie, Politische Wissenschaften)

Lebenslauf:

HERKUNFT UND AUSILDUNG

Heinrich Aloysius Maria Elisabeth Brüning, so sein voller Name, wurde als Sohn eines Essigfabrikanten und Weinhändlers geboren und verlor den Vater, als er eineinhalb Jahre alt war. Infolge eines frühen Unfalls und seiner Kurzsichtigkeit war er körperlich eingeschränkt. In seiner Familie wurde er katholisch-konservativ geprägt. Nach der Volksschule besuchte er das renommierte Gymnasium Paulinum in Münster, wo er 1904 das Abitur ablegte. Danach begann er im Sommersemester 1904 zuerst das Studium an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität München, wo er der ein Jahr zuvor gegründeten Langobardia beitrat.

Zu Beginn des Wintersemesters 1904/05 wechselte Brüning an die „Reichsuniversität“ Straßburg, wo er Geschichte, Philosophie und Staatswissenschaften studierte. Dort wurde er noch als Fuchs der Langobardia bei der Badenia aktiv und am 11. Februar 1905 geburscht. Nach der damaligen Cartellordnung wurde er somit mit dem Rezeptionsdatum bei Langobardia als Urmitglied bei der Badenia geführt. Kurz nach seiner Burschung wurde von der Badenia die Tochterverbindung Rappoltstein gegründet. Die Badenia hatte im Studienjahr 1905/06 den Vorort im CV inne.

Im Zuge einer Auseinandersetzung um seinen Leibfuchsen wurde Brüning Anfang 1906 ausgeschlossen. Die entsprechende Meldung erschien in der „Academia“ vom 15. März 1906. Allerdings war ihm als nüchternen Westfalen ohnedies das Verbindungsleben nicht so seine Sache. Er wurde dann am 3. Februar 1929 bei Badenia reaktiviert sowie philistriert und findet sich ab 1929 wieder in den CV-Gesamtverzeichnissen. Die Badenia wurde 1919 nach der Abtretung Elsaß-Lothringens an Frankreich nach Frankfurt/Main verlegt, die Rappoltstein nach Köln.

Brüning legte 1911 in Straßburg das Staatsexamen für den Schuldienst ab, ohne in diesen einzutreten. Danach inskribierte er im Mai 1911 Nationalökonomie an der Universität Rostock. Aber bereits im Herbst 1911 ermöglichte ihm ein Stipendium das Weiterstudium an der renommierten London School of Economics, wo er bis 1913 blieb. Bei diesem Aufenthalt entstand seine Dissertation in Nationalökonomie. Danach wechselte er an die Universität Bonn, wo er sein Studium nach elf Jahren und im Alter von 30 Jahren beendete (Dr. phil. 1915).

Bei Kriegsbeginn gelang es ihm trotz seiner Sehbehinderung, als Kriegsfreiwilliger genommen zu werden (Infanterieregiment Graf Werder Nr. 30). Er war an der Westfront eingesetzt und wurde zweimal verwundet. Zuletzt kommandierte er eine Abteilung von Maschinengewehr-Scharfschützen. (letzter Dienstgrad: Leutnant der Reserve; Auszeichnungen: Eisernes Kreuz I. und II. Klasse). Nach dem Waffenstillstand wurde er für kurze Zeit in einen Soldatenrat gewählt. Seine Front-Erlebnisse waren für ihn prägend und führten zu einem blinden Vertrauen gegenüber militärischen Exponenten, wie z. B. zu Paul von Hindenburg.

EINSTIEG IN DIE POLITIK UND REICHSTAGSABGEORDNER

Nach dem Krieg fand Brüning im Frühjahr 1919 in Berlin zunächst eine Anstellung im „Sekretariat Sozialer Studentenarbeit“ (SSS) des Großstadtseelsorgers Carl Sonnenschein (Ehrenmitglied zweier KV-Korporationen). Bereits im Herbst 1919 wurde er persönlicher Referent des preußischen Wohlfahrtsministers Adam Stegerwald, eines am sozialen Flügel der Zentrumspartei angesiedelten Politikers und Vorsitzenden des christlichen Deutschen Gewerkschaftsbundes. Damit betrat Brüning das politische Parkett. Anfang 1921 wurde er Geschäftsführer dieser Gewerkschaft, welche Funktion er bis 1930 ausübte. 1923 war er an der Organisation des von Reichskanzler Wilhelm Cuno (Sv) ausgerufenen passiven Widerstands während des „Ruhrkampfes“ beteiligt, im Rahmen dessen Albert Leo Schlageter (Fl) von den Franzosen hingerichtet wurde.

Von Adam Stegerwald und dem führenden Zentrumspolitiker Felix Porsch (Gu) gedrängt, kandidierte er am 4. Mai 1924 bei den Wahlen zum 2. Reichstag im Wahlkreis 7 (Breslau) und wurde gewählt. In der Folge kümmerte er sich auch sehr um seinen Wahlkreis und machte sich ab 1925 als finanz- und steuerpolitischer Sprecher seiner Fraktion einen Namen. So entstand auf seine Initiative hin 1925 ein Gesetz, mit dem das Gesamtaufkommen der Lohnsteuer aus sozialpolitischen Gründen auf eine bestimmte Höhe, nämlich 1,2 Milliarden Reichsmark, begrenzt bleiben muß (lex Brüning). Er sprach sich auch gegen eine übermäßige Verschuldung sowie hohe Ausgaben aus und kandidierte auch bei den preußischen Landtagswahlen am 20. Mai 1928 und wurde gewählt, schied aber am 12. Juli 1929 wieder aus.

Vom seit Dezember 1928 amtierenden Vorsitzenden der Zentrumspartei, dem Prälaten Ludwig Kaas (AlBo EM), gefördert, wurde Brüning im Dezember 1929 zum Fraktionsvorsitzenden der Zentrumspartei im Reichstag gewählt. Für eine nach Honoratiorenart geführte Partei war das für einen 44jährigen eine erstaunliche Karriere. In dieser Position geriet er in das Blickfeld des Reichspräsidenten Paul von Hindenburg. Zwischen den beiden entwickelte sich ein gegenseitiges Respektsverhältnis, das schließlich zur Kanzlerschaft Brünings führte, die er aber nicht anstrebte. Ende März 1930 scheiterte die „Große Koalition“ unter Reichskanzler Hermann Müller (SPD). „Groß“ hieß sie deswegen, weil sie sich aus den Parteien der „Weimarer Koalition“ (SPD, Zentrum, Deutsche Demokratische Partei [DDP]) und aus der rechtsliberalen Deutschen Volkspartei (DVP) zusammensetzte.

REICHSKANZLER

Hindenburg betraute nun Brüning am 28. März mit der Regierungsbildung und ernannte die Regierung Brüning I am 30. März 1930. Diese war ein Minderheitskabinett bestehend aus Mitgliedern des Zentrums, der DDP und der DVP. Staatssekretär der Reichskanzlei wurde Hermann Pünder (Rst EM), der gegenwärtig einem Kanzleramtsminister entsprechen würde. Nach dem Krieg war dieser eine Zeitlang Oberbürgermeister von Köln und ab 1947 Vorsitzender der sog. Trizonen-Verwaltung in Frankfurt/Main, die u. a. die Bundesrepublik vorbereitete. Brüning war sich bewußt, daß es sehr schwierig sein wird, die politische wie wirtschaftliche Lage in Deutschland zu stabilisieren. Er hatte aber die Zusicherung Hindenburgs, auf das Notverordnungsrecht nach Art. 48 der Weimarer Reichsverfassung (WRV) zurückgreifen zu können. Damit begann die Ära der nicht parlamentarischen, jedoch verfassungskonformen Präsidialkabinette.

Nach diesem Art. 48 hatte der Reichspräsident das Recht, Maßnahmen im Gesetzesrang zu treffen. Der Reichstag mußte jedoch von diesen unverzüglich in Kenntnis gesetzt werden und hatte das Recht, diese abzulehnen. Im österreichischen Bundesverfassungs-Gesetz (B-VG) von 1920 gibt es in Art. 18 ein ähnliches Notverordnungsrecht, das im Zuge einer Novellierung im Jahr 1929 nach dem Vorbild der WRV aufgenommen wurde. Allerdings gibt es einen wichtigen Unterschied. In der WRV bleibt die Notverordnung so lange bestehen, bis eine Reichstagsmehrheit diese ablehnt. Nach dem österreichischen B-VG müssen derartige Notverordnungen, wenn sie bleiben sollen, durch ein normales Gesetz abgelöst werden. Wenn das nicht passiert, erlischt diese Notverordnung. In der WRV muß daher ggf. ein „negativer“ Beschluß gefällt werden, in Österreich auf jeden Fall ein „positiver“, der viel schwieriger zustande zu bringen ist.

Brüning, der zwölfte Reichskanzler der Republik und nach Georg Graf von Hertling (Ae), Konstantin Fehrenbach (Hr) und Wilhelm Cuno (Sv) der vierte aus den Reihen des CV, begann sein Amt in einer Weltwirtschaftskrise, in Zeiten nach wie vor bestehender Reparationsverpflichtungen sowie mit einem hohen Budgetdefizit. Nachdem keine parlamentarische Mehrheit für Maßnahmen der Budgetkonsolidierung erreicht werden konnten, erließ Brüning über Hindenburg entsprechende Notverordnungen nach Art. 48, die aber mit einer knappen Mehrheit vom Reichstag abgelehnt wurden. Daraufhin ließ er von Hindenburg den Reichstag auflösen. Bei der Wahl am 14. September 1930 schnellten die NSDAP von 12 auf 107 und die KPD von 54 auf 77 Sitze. Nach dem damaligen Wahlrecht vergrößerte sich der Reichstag von 491 auf 577 Sitze, da pro 60.000 Stimmen ein Mandat vergeben wurde. Gingen also mehr zur Wahl, wurde der Reichstag größer.

Aufgrund dieses Wahlergebnisses war eine parlamentarische Mehrheitsbildung nahezu ausgeschlossen. Brüning gelang es nun, daß sich die SPD bei Ablehnungsanträgen zu Notverordnungen im Reichstag der Stimme enthielt. Durch diese „Notstandsmehrheit“ konnte eine negative Koalition verhindert werden. Genau genommen stimmte die SPD nicht für diese Notverordnungen, in Brünings Amtszeit waren es 62, sondern sie verhinderte deren Aufhebung. Mit dieser „Tolerierungskoalition“ wollte Brüning einen strikten Sparkurs einschlagen, um die Wirtschaftskrise zu bewältigen und den Reparationsverpflichtungen nachzukommen. Das bedeutete eine Politik der Deflation und eine Anpassung der Löhne, Gehälter und Preise an das stark gesunkene Weltmarkt-Preisniveau. Mit dieser Maßnahme wollte man auch den Export fördern. Dadurch wurde aber das Haushaltsdefizit nicht entscheidend vermindert. Die Produktion sank daraufhin, und die Arbeitslosenzahlen stiegen stark an. Im Februar 1932 waren offiziell sechs Millionen Deutsche arbeitslos, wahrscheinlich waren es mehr. Mehr als ein Drittel der deutschen Erwerbsbevölkerung war ohne Beschäftigung. Profiteure davon waren die politischen Extreme auf der Rechten (NSDAP) und der Linken (KPD).

Im Frühjahr 1931 wurde der seit 1930 diskutierte Plan einer deutsch-österreichischen Zollunion veröffentlicht, der vor allem auf heftigen Widerstand Frankreichs stieß. Denn dort befürchtete man, daß damit das Anschluß-Verbot der Pariser Friedensverträge von 1919 untergraben werde. In Österreich war damals Otto Ender (AIn) Bundeskanzler.

Da sich die notwendigen außenpolitischen Erfolge für diesen Kurs Brünings nicht einstellten, scheiterte sein Sanierungskonzept, und sein Rückhalt bei Hindenburg wurde schwächer. Schließlich demissionierte er am 30. Mai 1932, nachdem Hindenburg am Tag zuvor erklärt hatte, keine Notverordnungen mehr zu unterzeichnen. Was folgte, ist bekannt: Bei den Reichstagswahlen vom 31. Juli 1932 wurde die NSDAP stärkste Partei, die mit der KPD eine „negative Mehrheit“ bildete. Nach Brüningen kamen zwei Kanzler und dann am 30. Januar 1933 Adolf Hitler.

Brüning kandidierte bei den Reichstagswahlen am 6. November 1932 sowie am 5. März 1933 und stimmte aus Gründen der Fraktionsdisziplin am 23. März 1933 dem Ermächtigungsgesetz zu. Nachdem der Zentrumsvorsitzende Prälat Kaas mehr oder minder freiwillig nach Rom gezogen ist, übernahm Brüning am 7. Mai 1933 den Parteivorsitz. In der Folge wickelte er im Zuge der Gleichschaltung die Zentrumspartei ab und löste sie am 5. Jul auf, um einem Verbot zuvorzukommen. Damit endete seine politische Laufbahn mit 48 Jahren.

DAS LEBEN NACH DER POLITIK

Da Brüning als Junggeselle keine eigene Wohnung besaß und als Kanzler in einer Dienstwohnung in der Reichskanzlei in der Wilhelmstraße wohnte, konnte er vorerst im katholischen St. Hedwigs-Krankenhaus unterkommen. Nach der Verabschiedung des Ermächtigungsgesetzes wurde deswegen der Druck auf die Ordensleitung größer. Er zog daher aus, ging in den Untergrund und wohnte in täglich wechselnden Unterkünften. Um einer drohenden Verhaftung zu entgehen, ging er am Pfingstmontag des Jahres 1934 (21. Mai) ins Exil, zuerst in die Niederlande, von dort dann nach Großbritannien, dann in die Schweiz (wo er 1934/35 die Erstfassung seiner Memoiren schrieb) und schließlich 1936 in die USA. In diesen Jahren lebte er in ökonomisch schwierigen Verhältnissen.

Von 1937 bis 1952 war Brüning Professor für Nationalökonomie an der Havard-Universität (Cambridge bei Boston, Massachusetts, USA). Im amerikanischen Exil enthielt er sich weitgehend jedweder politischer Äußerungen und hatte auch kaum Kontakt zu deutschen Exilgruppen. Bis zur Kriegserklärung des Deutschen Reiches an die USA im Spätherbst 1941 wurde er auch von den deutschen diplomatischen Vertretungen beobachtet, Ab 1948 durfte er wieder nach Deutschland reisen, vorerst nur in die Britische Zone, Von Hermann Pünder vermittelt, war er von 1951 bis 1954 Professor für Politische Wissenschaften an der Universität Köln. In zunehmendem Maße stand er der Westbindungs-Politik von Konrad Adenauer (KV Arminia Bonn) kritisch gegenüber. Als er seine Auffassung bei einem Vortrag in Düsseldorf am 2. Juni 1954 formulierte, erntete er öffentliche Kritik.

Nachdem seine Schwester verstorben war, hatte Brüning keine Verwandten mehr in Deutschland. So kehrte er, der zeitlebens unverheiratet blieb, wieder in die USA zurück und zog nach Norwich (Vermont), dessen Landschaft ihn an seinen schlesischen Wahlkreis erinnerte. Dort verbrachte er die letzten fünfzehn Jahre seines Lebens in bescheidenen Verhältnissen, von Krankheiten und Altersbeschwerden geplagt. Erst nach seinem Tod erschienen seine Memoiren.

BEWERTUNG

Brüning gehörte innerhalb des Zentrums zum rechten Flügel. In seiner Jugend- und Studienzeit wurde er von autoritären, nationalkonservativen und deutschnationalen Ideen geprägt. Hier ist vor allem der Historiker Martin Spahn (KV Arminia Bonn) zu nennen, ein Rechtskatholik, der sein Lehrer in Straßburg war. Brüning bleibt in der historischen Bewertung umstritten. Auf der einen Seite wird er als „Hungerkanzler“ bezeichnet, der mit seiner Deflationspolitik die Not der Bevölkerung und die Arbeitslosenzahl vergrößerte. Zum anderen verhandelte er mit den Siegermächten, die schließlich zum Ende der Reparationsverpflichtungen führten. Aber davon profitierte er nicht mehr, sondern seine Nachfolger, insbesondere Hitler.

Strittig ist auch, ob Brüning das letzte Bollwerk einer sterbenden Republik war oder doch ihr Totengräber gewesen ist. Die ausgabenreduzierte Sparpolitik Brünings wird oft als Gegensatz zu einer keynesianisch inspirierten Wirtschaftspolitik bewertet, die auf schuldenfinanzierte Staatsausgaben setzt. Diese Sparpolitik wird vor allem von linker Seite kritisch gesehen. Interessant ist aber, daß die Christlichsozialen Österreichs bzw. die Regierung von Engelbert Dollfuß (F-B) das „Notstandsregime“ Brünings 1932/33 beobachtete, um daraus ggf. Lehren zu ziehen. In diesem Zusammenhang ist auch der Vorwurf interessant, so u. a. von dem in der Zwischenkriegszeit in Wien lebenden britischen Historiker Eric Hobsbawm, einem bekennenden Marxisten, Brüning und die demokratischen Parteien der Weimarer Republik hätten nicht die Notbremse gezogen und Wahlen sowie damit die „legale“ Machtergreifung Hitlers verhindert.

Rappoltstein, die Tochterverbindung der Badenia, hat im Zusammenhang mit dem anstehenden 25. Stiftungsfest auf dem Altherrenconvent vom 20. Juni 1930 beschlossen, Brüning das Band zu verleihen. Er hat das angenommen und beabsichtigt, deswegen zum Kommers zu kommen. Zu diesem Zweck wollte er seine Dienstreise von Mainz nach Berlin in Köln unterbrechen. Doch er reiste von Mainz verspätet ab, so daß er nicht rechtzeitig erschienen konnte. Daher gibt es im Gesamtverzeichnis 1931 und dann in den Gesamtverzeichnissen nach dem Krieg keine Hinweise auf eine Bandverleihung durch Rappoltstein, weder bei seinem Eintrag bei Badenia, noch in der Liste der Bandphilister bei Rappoltstein. Eine Bandverleihung zu einem späteren Termin ist nicht nachzuweisen.

Brüning wurde Ehrenbürger der Stadt Münster, wo auch eine Straße in der Nähe des Rathauses nach ihm benannt wurde. In einigen wenigen Städten der alten Bundesrepublik wurden ebenfalls Verkehrsflächen nach ihm benannt, so auch in Bonn im ehemaligen Regierungsviertel. Er war auch Ehrenmitglied der KV-Korporationen Askania-Burgundia Berlin und Arminia Bonn und wurde auf dem Zentralfriedhof in Münster begraben.

Werke:

Memoiren 1918–1934 (1970).
Briefe und Gespräche 1934–1945 (1970).
Zwei Jahre am Steuer des Reichs. Reden aus Brünings Kanzlerzeit (1932) .

Quellen und Literatur:

Academia 113 (2020), 3, 56f. (Matthias Stickler GW).
Academia 43 (1930/31), 9, 62, 204 und 346.
Academia 18 (1905/06), 393.
Hömig, Herbert: Brüning. Politiker ohne Auftrag. Paderborn 2005.
Herbert Hömig: Brüning. Kanzler in der Krise der Republik. Paderborn 2000,
CV-Handbuch, Herausgegeben von der Gesellschaft für Studentengeschichte und studentisches Brauchtum e. V. Regensburg 2000, 537.
Haider, Barbara: „Die Diktatur der Vernunft“. Die Präsidialkabinette Brüning und das christlichsoziale Lager in Österreich, in: Demokratie und Geschichte 1998. Jb. der Karl von Vogelsang-Instituts zur Erforschung der Geschichte der christlichen Demokratie in Österreich, Jg. 2. Wien 1998, 194f.
Schieweck-Mauk, Siegfried: Lexikon der CV- und ÖCV-Verbindungen. Die Korporationen und Vereinigungen des Cartellverbands der Katholischen Deutschen Studentenverbindungen (CV) und des Cartellverbands der katholischen österreichischen Studentenverbindungen (ÖCV) in geschichtlichen Kurzdarstellungen. Vierow 1997, 144.
Morsey, Rudolf: Heinrich Brüning (1885–1970), in: Zeitgeschichte in Lebensbildern. Aus dem deutschen Katholizismus des 20. Jahrhunderts. Hg. von Rudolf Morsey. Mainz 1973, 251–262.
Verbindungsarchiv Rappoltstein (Friedrich Ortwein, 31. 1. 2024).