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Bschf. Dr. Dr. Stephan László

Bschf. Dr. Dr. Stephan László

Ehrenmitgliedschaften: Austro-Peisonia

Geboren: 25.02.1913, Preßburg (Poszony bzw. Bratislava, Slowakei)
Gestorben: 08.03.1995, Eisenstadt (Burgenland)
Bischof von Eisenstadt

Lebenslauf:

László wurde als Sohn eines un­ga­risch­stäm­mi­gen Ver­mes­sungs­in­ge­nieurs ge­bo­ren. Nach­dem der Vater be­reits 1914 ge­fal­len war, kehr­te die kroa­tisch­stäm­mi­ge Mut­ter nach 1918 in ihren Hei­mat­ort Traus­dorf (kroa­tisch Trajštof, Bur­gen­land) zu­rück. László trat in das Kna­ben­se­mi­nar Hol­la­brunn ein und ab­sol­vier­te dort 1931 das Gym­na­si­um. An­schlie­ßend stu­dier­te er an der Theo­lo­gi­schen Fa­kul­tät der Uni­ver­si­tät Wien (Dr. theol. 1937).

Am 19. Juli 1936 wurde László zum Pries­ter ge­weiht. Nach ein­jäh­ri­ger Ka­planszeit wurde er da­nach zum Stu­di­um des Kir­chen­rechts nach Rom ge­schickt (Dr. iur. can. 1939). Nach sei­ner Rück­kehr war er gleich in der Apos­to­li­schen Ad­mi­nis­tra­tur Bur­gen­land tätig. Von 1945 bis 1954 war er Lei­ter der Ca­ri­tas, 1948 wurde er zu­sätz­lich zum Lei­ter der Fi­nanz­kam­mer be­stellt, 1949 dann zum Kanz­lei­di­rek­tor er­nannt.

Am 30. Ja­nu­ar 1954 wurde László als Nach­fol­ger von Bi­schof Josef Schois­wohl (Rd) zum Apos­to­li­schen Ad­mi­nis­tra­tor des Bur­gen­lands er­nannt. Am 20. Sep­tem­ber 1956 er­folg­te die Er­nen­nung zum Ti­tu­lar­bi­schof von Me­tel­lo­po­lis, die Weihe er­folg­te am 11. No­vem­ber 1956, dem Ge­denk­tag des hl. Mar­tin. In die­sem Jahr ver­lieh ihm die Aus­tro-Pei­so­nia die Eh­ren­mit­glied­schaft (Cou­leur­na­me Arpad).

Es war dies auch die Zeit des Auf­stands in Un­garn. Die Flücht­lin­ge von dort waren für die Kir­che Bur­gen­lands eine große ca­ri­ta­ti­ve Her­aus­for­de­rung. Auf­grund sei­ner Her­kunft und sei­ner Sprach­kennt­nis wurde László noch in die­sem Jahr Apos­to­li­scher Vi­si­ta­tor für die in Ös­ter­reich le­ben­den Un­garn (bis 1983) er­nannt.

Am 14. Ok­to­ber 1960 er­folg­te nach der Er­rich­tung der Diö­ze­se Ei­sen­stadt die Er­nen­nung Lászlós zum ers­ten Bi­schof von Ei­sen­stadt. Nach Schois­wohl kann er mit Recht als jener be­zeich­net wer­den, der die Diö­ze­se Ei­sen­stadt auf­ge­baut hat. Von 1954 bis 1982 war er der Me­di­en­re­fe­rent in der Bi­schofs­kon­fe­renz, da­nach war er in der Bi­schofs­kon­fe­renz Re­fe­rent für den Lai­en­rat und somit An­sprech­part­ner für die Ka­tho­li­schen Ver­bän­de, dar­un­ter auch den ÖCV. Ihm wurde 1992 auch die Eh­ren­mit­glied­schaft der Ka­tho­li­schen Lands­mann­schaft Leo­pol­di­na Wien ver­lie­hen.

Am 28. De­zem­ber 1992 wurde sein Rück­tritt an­ge­nom­men, gleich­zei­tig wurde László bis zur Be­stel­lung sei­nes Nach­fol­gers Paul Iby (A-P EM) am 24. Ja­nu­ar 1993 zum Apos­to­li­schen Ad­mi­nis­tra­tor sei­ner Diö­ze­se er­nannt. Ein lan­ger Ru­he­stand war ihm nicht ge­gönnt. Er wurde im Ei­sen­städ­ter Mar­tins-Dom bei­ge­setzt.

Quellen und Literatur:

Foto: © Diözesanarchiv Wien
Kriegler, Johann: Politisches Handbuch des Burgenlands. II. Teil (1945–1995) (= Burgenländische Forschungen Heft 76). Eisenstadt 1996, S. 217f.
Zelfel, Hans-Peter: Stefan László, in: Die Bischöfe der deutschsprachigen Länder 1945–2001 Ein biographisches Lexikon. Hg. von Erwin Gatz. Berlin 2002, S. 168f.