Wartungsfunktionen

KADir. a.D. Prof. Mag. Alfred J. Waldbauer

KADir. a.D. Prof. Mag. Alfred J. Waldbauer

Urverbindung: Marco-Danubia (18.01.1962)

Bandverbindungen: A-D

Geboren: 13.08.1943, Traisen (Bezirk Lilienfeld, Niederösterreich)
Gestorben: 14.09.2024, Linz
Kammeramtsdirektor (Wirtschaftskammer Oberösterreich)

Lebenslauf:

Wald­bau­er wurde als Sohn eines Fleisch­hau­ers ge­bo­ren und be­such­te nach der Volks­schu­le das Stifts­gym­na­si­um in Melk (Nie­der­ös­ter­reich), wo er bei der MKV-Ver­bin­dung Ni­be­lun­gia aktiv war. Nach sei­ner Ma­tu­ra im Jahr 1961 be­gann er das Stu­di­um an der Rechts- und Staats­wis­sen­schaft­li­chen Fa­kul­tät der Uni­ver­si­tät Wien, wo er der Marco-Da­nu­bia bei­trat (Cou­leur­na­me Al­fre­do). Ab An­fang Fe­bru­ar 1964 ar­bei­te­te er als Werk­stu­dent bei einem Trans­port­un­ter­neh­men, Zum Jah­res­wech­sel 1965/66 wech­sel­te er nach Linz, wo er an der dor­ti­gen Hoch­schu­le bzw. spä­te­ren Uni­ver­si­tät mit Un­ter­bre­chun­gen wei­ter­stu­dier­te (Mag. iur. 1986). Hier en­ga­gier­te er sich bei der Grün­dung der Aus­tro-Da­nu­bia und war deren zwei­ter Se­ni­or (Som­mer­se­mes­ter 1967).

Gleich­zei­tig trat Wald­bau­er An­fang 1966 in den Dienst der Wirt­schafts­kam­mer Ober­ös­ter­reich, die da­mals noch Kam­mer der ge­werb­li­chen Wirt­schaft hieß, um­gangs­sprach­lich auch Han­dels­kam­mer ge­nannt, und war dort zu­erst in der Pres­se­ab­tei­lung tätig. Im Jahr 1967 war er An­ge­stell­ter im tra­di­ti­ons­rei­chen Ka­tho­li­schen Volks­ver­ein für Ober­ös­ter­reich, der bis 1933 die Lan­des­or­ga­ni­sa­ti­on der Christ­lich­so­zia­len Par­tei dar­stell­te. An­fang 1968 kehr­te er als stell­ver­tre­ten­der Lei­ter der Ab­tei­lung Pres­se und In­for­ma­ti­on in die Wirt­schafts­kam­mer zu­rück.

Mit 15. Juli 1980 wurde Wald­bau­er zum Lei­ter des Re­fe­ra­tes Ko­or­di­na­ti­on und ab 1. No­vem­ber r 1981 zum Lei­ter der Prä­si­di­al­ab­tei­lung be­stellt. In die­ser Funk­ti­on war er ein enger Mit­ar­bei­ter des da­ma­li­gen Kam­mer­amts­di­rek­tors Fried­rich Fuchs (AlIn), spä­ter dann auch sein Stell­ver­tre­ter. Mit 1 April 1991 wurde Wald­bau­er sel­ber zum Kam­mer­amts­di­rek­tor er­nannt. In die­ser Funk­ti­on war er an der zu­kunfts­ori­en­tie­ren Wei­ter­ent­wick­lung der ober­ös­ter­rei­chi­schen Wirt­schaft und für eine Ver­bes­se­rung der wirt­schafts­po­li­ti­schen Rah­men­be­din­gun­gen en­ga­giert.

Wald­bau­er war seit den acht­zi­ger Jah­ren bei der Kam­mer­re­form in­vol­viert. Mit die­ser soll­te die Kam­mer zu einem kun­den­ori­en­tier­ten Dienst­leis­tungs­be­trieb wer­den, aber auch eine schlag­kräf­ti­ge In­ter­es­sens­ver­tre­tung. Er för­der­te in sei­ner Amts­zeit junge Ta­len­te. Hier sei als Bei­spiel der spä­te­re Vi­ze­kanz­ler Rein­hold Mit­ter­leh­ner (A-D) ge­nannt. Wald­bau­er schloß 1986 ne­ben­be­ruf­lich sein Jus-Stu­di­um ab und ab­sol­vier­te da­nach den Post­gra­dua­te-Lehr­gang für Ver­bands- und Ge­nos­sen­schafts­ma­nage­ment an der Uni­ver­si­tät Frei­burg (Schweiz). 2004 ging er in den Ru­he­stand. Sein Nach­fol­ger als Kam­mer­amts­di­rek­tor wurde Chris­ti­an Hofer (Se).

Wald­bau­er en­ga­gier­te sich auch im CV. So war er viele Jahre Re­dak­teur der Ver­bin­dungs­zeit­schrift „Fac­tum“ der Aus­tro-Da­nu­bia, von 1994 bis 1997 deren Phi­lis­ter­se­ni­or und dann von 1999 bis 2009 Eh­ren­se­ni­or (Re­prä­sen­tant der Ge­samt­ver­bin­dung). In die­ser Zeit be­müh­te er sich um die drit­te Bude (1996–2008) der Aus­tro-Da­nu­bia im Ju­li­us-Raab-Heim. Damit hing auch sein En­ga­ge­ment beim Ober­ös­ter­rei­chi­schen Stu­den­ten­werk zu­sam­men, des­sen Prä­si­di­um er seit 1988 an­ge­hör­te und des­sen Prä­si­dent er als Nach­fol­ger von Fried­rich Fuchs ab 1994 war.

Da es Wald­bau­ers Ziel war, die Ko­ope­ra­ti­on und den Trans­fer von For­schung, Lehre und wis­sen­schaft­li­chen Er­kennt­nis­sen in die Pra­xis­welt der hei­mi­schen Be­trie­be zu er­mög­li­chen, er­hielt er 2001 den Be­rufs­ti­tel Pro­fes­sor ver­lie­hen. Er starb nach lan­ger Krank­heit und wurde auf dem Lin­zer Bar­ba­ra-Fried­hof be­stat­tet.

Quellen und Literatur:

Nachruf von Univ.-Prof. Erich Peter Klement (Le, A-D), mitgeteilt von Roland Spitzlinger (A-D) am 2. 10.2024.
Aktenbestand der Ehrenzeichenkanzlei der Österreichischen Präsidentschaftskanzlei (Kabinettsdirektor i. R. Heinz Hafner Am, Mitteilung 17. 10. 2024).