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LAbg. a.D. HR i.R. Dr. Heinrich Kofler

LAbg. a.D. HR i.R. Dr. Heinrich Kofler

Urverbindung: Vindelicia (14.11.1950)

Geboren: 23.03.1930, Lengmoos (Gemeinde Ritten, ehemals Bezirk Bozen, Südtirol)
Gestorben: 06.05.2026, Dornbirn (Vorarlberg)
Landtagsabgeordneter (Vorarlberg), Finanzbeamter (Hofrat)

Lebenslauf:

Kofler wurde als Sohn eines Schumachers geboren. Die Familie siedelte 1941 nach Bregenz und gehörte zu den sog. „Optanten“, d. h. zu jenen Südtirolern, die aufgrund eines Abkommens zwischen Hitler und Mussolini für eine Aussiedelung optiert hatten. Die Volksschule besuchte er noch in Lengmoos, danach ging er in Bregenz auf das Gymnasium, wo er 1950 maturiert hatte. Danach begann er das Studium an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Innsbruck (Dr. iur. 1954), wo er der Vindelicia beitrat (Couleurname Laurin).

Mit 1. Dezember 1954 trat Kofler in den Dienst der Finanzverwaltung und war beim Finanzamt Feldkirch tätig. Er absolvierte dort die Ausbildung zum Großbetriebsprüfer und wurde 1963 Gruppenleiter der Großbetriebsprüfungsabteilung. Mit 1. Januar 1980 wurde er zum Leiter dieser Abteilung und mit 1. Juli d. J. zum Hofrat ernannt. Mit 30. April 1990 ging er in den Ruhestand.

Kofler engagierte sich kommunalpolitisch in Lustenau, wo sein Lebensmittelpunkt war. Von 1970 bis 1985 war er Mitglied im dortigen Gemeinderat und auch des Gemeindevorstands, wo er für wirtschaftliche Fragen zuständig war. Seit 1967 war er Mitglied der ÖVP bzw. des ÖAAB und von 1974 bis 1984 Mitglied der ÖVP Landesparteileitung. Darüber hinaus engagierte er sich in der Gewerkschaft für den Öffentlichen Dienst, dessen Landesvorstand er zeitweilig angehört hatte. Er kandidierte 1974 bei den Wahlen zum Vorarlberger Landtag, wurde gewählt und gehörte diesem seit 4. November 1974 an. 1979 wurde er wiedergewählt. Nachdem er am 1. Januar 1980 zum Abteilungsleiter beim Finanzamt ernannt worden war, legte er mit 2. Januar sein Mandat nieder, kehrte jedoch am 4. Februar 1981 wieder zurück und gehörte dem Landtag bis 5. November 1984 an.

Kofler starb hochbetagt, seine Urne wurde auf dem Pfarrfriedhof St. Peter und Paul Lustenau bestattet.

Quellen und Literatur:

https://vorarlberg.at/web/landtag/-/kofler-heinrich-dr-jur (Abruf 10. 7. 2026).
Aktenbestand der Ehrenzeichenkanzlei der Österreichischen Präsidentschaftskanzlei (Kabinettsdirektor i. R. Heinz Hafner Am, Mitteilung 9. 7. 2026).