Lebenslauf:
Hubl wurde als Sohn eines Landwirts geboren und auf den Namen Franz getauft. Er wuchs in Magdalenaberg auf, einer Katastralgemeinde von Pettenbach (Bezirk Kirchdorf an der Krems, Oberösterreich), wo er die Volksschule besuchte. Über Vermittlung des ehemaligen Pfarrers von Pettenbach und nunmehrigen Abtes von Admont, Koloman Holzinger (Trn EM), konnte Hubl das Stiftsgymnasium und das Internat von Kremsmünster besuchen, wo er 1965 maturierte. Danach trat er in das Stift Admont ein und nahm den Ordensnamen Bruno an. Nach dem Noviziat studierte er an der Theologischen Fakultät der nunmehrigen Universität Salzburg (abs. theol. 1971). Am 15. August 1969 legte er die feierliche Profeß ab, und am 27. Juni 1971 wurde er in der Admonter Stiftskirche zum Priester geweiht.
Nach seiner Priesterweihe war Hubl Kaplan an der Stiftskirche (bis 1983) und zusätzlich bekleidete er die Funktion eines Zeremoniärs des Abtes, die zu seiner fundierten liturgischen Prägung führte. Von 1977 bis 2007 war er Novizenmeister, und 1978 wurde er zum Prior ernannt. Darüber hinaus war er ab 1982 Pfarradministrator im benachbarten Selzthal. Am 1. August 1996 wurde er als übernächster Nachfolger von Koloman Holzinger zum 67. Abt des Stiftes Admont gewählt. Er blieb weiterhin eine Zeitlang Novizenmeister und betätigte sich seelsorglich in Stiftspfarren. Darüber hinaus war er Mitglied des Präsidiums der Österreichischen Benediktinerkongregation.
„Neben seiner Liebe zu feierlichen Liturgie war er auch ein leidenschaftlicher Prediger. Das Finden des Amen am Ende seiner Predigt fiel ihm nicht immer leicht. Sein Humor, sein schallendes Lachen und das Interesse an den Menschen machten ihn zu einem sehr leutseligen, offenherzigen und nahen Priester. Als Abt war er für seine Großherzigkeit und Großzügigkeit weitum bekannt.“ (Aus der Parte des Stiftes.) Über den 1995 in Admont eingetretenen P. Winfried Reinhold Schwab (Fd, Cl), den späteren Seelsorger des deutschen CV, kam es zum Kontakt zwischen Hubl und der Carolina, die ihm anläßlich des 110. Stiftungsfestes 1998 die Ehrenmitgliedschaft verlieh (Couleurname Benedikt).
Mit Erreichen seines 70. Lebensjahres trat Hubl als Abt zurück. In den folgenden Jahre litt er an einer voranschreitenden Alzheimer-Erkrankung und weiteren körperlichen Gebrechen. Gegen Ende seines Lebens kamen ein Oberschenkelhalsbruch und ein Nierenversagen hinzu, an dessen Folgen er im Landeskrankenhaus Rottenmann drei Wochen vor seinem 79. Geburtstag verstarb. Er wurde am 6. März 2026 in der Äbtegruft der Wallfahrtskirche Frauenberg bei Admont begraben.