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Prof. Dr. Peter Schmitz , SVD

Prof. Dr. Peter Schmitz , SVD

Urverbindung: Bajuvaria (20.05.1932)

Bandverbindungen: Rl

Geboren: 19.03.1891, Dahlem (Kreis Euskirchen, nunmehr Nordrhein-Westfalen)
Gestorben: 25.02.1941, Mödling (Niederösterreich)
Hochschulprofessor (Kirchenrecht), Ordenspriester (SVD)

Lebenslauf:

Peter Joseph Schmitz absolvierte die gymnasialen Vorstudien im Missionshaus St. Wendel (damals Regierungsbezirk Trier, Rheinprovinz, nach 1918 Saarland) und trat danach in den Missionsorden der Gesellschaft des Göttlichen Worts ein (Societas Verbi Divini, SVD; Steyler Missionare). Er studierte anschließend an der Philosophisch-Theologischen Hauslehranstalt im Missionshaus St. Gabriel in Mödling, legte dort am 8. September 1916 die ewigen Gelübde und wurde am 23. September 1916 zum Priester geweiht. Er wurde für eine Lehrtätigkeit an den Ordenshochschulen im Fach Kirchenrecht vorgesehen und sollte deshalb Rechtswissenschaften an einer Universität studieren. Zu diesem Zweck mußte er aber im Juni 1918 die staatliche Matura nachholen.

Danach begann Schmitz das Studium an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Köln (Dr. iur.), wo er der CV-Verbindung Rheinland beitrat (Couleurname Pitt). Nach weiteren Studien des Kirchenrechts in Rom war er zuerst Professor für dieses Fach an der Ordenshochschule in Steyl (nunmehr Venlo, Niederlande), um nach einem kurzen Aufenthalt in München ab 1930 als Professor für Kirchenrecht an der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Gabriel zu wirken. Zusätzlich hielt er dort auch Vorlesungen in Kirchengeschichte und Soziologie.

Über seinen Ordensbruder Jacob Koch (Baj EM) kam er in Kontakt zur Bajuvaria, deren Verbindungsseelsorger er nach P. Konstantin Prinz zu Hohenlohe-Schillingsfürst (Kb, Baj EM) ab 1931 war. 1934 wurde er zusätzlich Richter am Metropolitan- und Diözesangericht Wien. Nach der Abschaltung des ÖCV vom CV im Jahr 1933 wurde Schmitz bei der Bajuvaria als Urphilister geführt. Von 1930 bis 1939 arbeitete er beim „Josefswerk der Familienfürsorge“ mit, wo er zahlreiche Vorträge und Kurse hielt, und errichtete 1935 die Hauptstelle für Ehe und Familie der Katholischen Aktion, deren Leiter er war. Er starb plötzlich an einem Schlaganfall in Mödling und wurde auf dem Friedhof des Missionshauses St. Gabriel begraben. Bei dieser Gelegenheit traf sich die „illegale“ Bajuvaria.



Werke:

(Auswahl)
Weihevolle Mutterschaft (1928).
Bischofstab oder Hakenkreuz (1932).
Sendung der Frau (1934).
Bursch und Mädel in Gottes Hand (1937).

Quellen und Literatur:

Mitteilung Missionshaus St. Gabriel (Lebenslauf), 4. 4. 2019 (Monika Slouk)
Diözesanarchiv Wien. Priesterdatenbank.
Krammer, Otto (Baj): Geschichte der Katholischen Akademischen Verbindung Bajuvaria 1920–1980. Fünf Teile. Als Manuskript vervielfältigt (= Wiener Katholische Akademie – Miscellanea Dritte Reihe Nr. 24). Wien 1984, S. 332.