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Syn. Gen.-Dir. i.R. Dr. Hellmuth Slaik

Syn. Gen.-Dir. i.R. Dr. Hellmuth Slaik

Urverbindung: Austria-Wien (09.10.1919)

Bandverbindungen: Walth

Geboren: 26.05.1901
Gestorben: 10.01.1988, Wien
Generaldirektor (Girozentrale und Bank der Österreichischen Sparkassen), Vorsitzender des Altherrenlandesbundes Wien des ÖCV

Lebenslauf:

Slaik besuchte das Stiftsgymnasium Seitenstetten (Niederösterreich) und begann nach seiner Matura im Jahr 1919 das Studium des Maschinenbaus an der Technischen Hochschule in Wien, wo er der Austria beitrat (Couleurname Dankwart). Sein Leibbursch war Viktor Frisch (AW), der spätere VOP. Aus finanziellen Gründen mußte er dieses nach einem Jahr abbrechen abbrechen und trat zuerst in die Dienste der Niedwaldener Kantonalbank in Stans (Schweiz). Er kehrte 1921 nach Wien zurück und war er bei zwei weiteren Bankhäusern sowie bei der Österreichischen Holzbank AG in Wien. Im Herbst 1921 begann er ein Studium an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien, welches er nach einem Jahr wieer unterbrach.

Mit 1. Juli 1926 trat Slaik in den Dienst der Niederösterreichischen Landes-Hpothekenanstalt und war auch 1928 einer der Stifter der Sängerschaft Waltharia. Er schied aber später aus dieser aus (letztmalig als solcher im Gesamtverzeichnis 1967). Ab 1930 setzte er sein Studium an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien wieder fort (Dr. iur. 1939). Im Juli 1943 wurde er zur Deutschen Wehrmacht einberufen und tat Dienst beim Wehrbezirkskommando Wien.

Mit Anfang Januar 1946 wechselte Slaik in die Kammer der gewerblichen Wirtschaft Wien, wo er zuerst Stellvertretender Leiter und dann Leiter der Sektion Geld-, Kredit- und Versicherungswesen war. Mit 1. Januar 1947 wurde er Syndikus der Sektion Geld-, Kredit- und Versicherungswesen sowie Leiter der Finanzpolitischen Abteilung der Bundeskammer der gewerblichen Wirtschaft. Daneben war er bis 1958 auch als Steuerberater tätig. Ende 1957 wechselte er zur Girozentrale der österreichischen Sparkassen, die damals noch eine öffentlich-rechtliche Bankanstalt war, und wurde deren Generaldirektor. Diese wurde mit 1. Januar 1960 in die Girozentrale und Bank der österreichischen Sparkassen AG umgewandelt, und Slaik wurde zu deren Vorstandsvorsitzenden bestellt.

Slaik konnte in der Folge den Verlust der Girozentrale als öffentlich-rechtliche Anstalt in Höhe von 68 Millionen Schilling abbauen und in der Folge Gewinne erwirtschaften. Die Bilanzsumme erhöhte sich von 4,7 Milliarden Schilling mit 1. Januar 1960 auf 11,6 Milliarden Schilling mit 31. Dezember 1964. Neben seiner Tätigkeit bei der Girozentrale gehörte Slaik noch dem Vorstand der Steiermärkischen Bank GmbH an und war Mitglied von Aufsichtsräten mehrerer Kreditunternehmen. Er war Vorstandsmitglied des Hauptverbandes der österreichischen Sparkassen und der Wiener Börsekammer sowie bei der AG zur Förderung wirtschaftlicher Unternehmungen und Bauvorhaben (Kirchliche Aufbauanleihen). 1967 ging er bei der Girozentrale in den Ruhestand, sein dortiger Nachfolger wurde Josef Taus (Baj). Ab 1968 war Slaik Konsulent beim Bankhaus Schelhammer & Schattera, deren geschäftsführender Gesellschafter damals Josef Melchart (NdW EM) war.

Slaik engagierte sich auch im CV. So war er in den fünfziger Jahren Vorsitzender des Altherrenlandesbundes Wien. Als solcher kandidierte er im Mai 1955 für den Vorsitzenden des ÖCV-Beirates bzw. der Verbandsführung, unterlag aber Eduard Chaloupka (Baj). Slaik erhielt auch den Titel Kommerzialrat und wurde auf dem Friedhof Wien-Hernals bestattet (G/G2).

Quellen und Literatur:

Verbindungsarchiv Austria Wien (Richard Huka).
Aktenbestand der Ehrenzeichenkanzlei der Österreichischen Präsidentschaftskanzlei (Kabinettsvizedirektor Heinz Hafner Am, Mitteilung 4. 9. 2019).