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Prof. MinR Dr. Max Dinkhauser

Prof. MinR Dr. Max Dinkhauser

Urverbindung: Austria Innsbruck (06.10.1905)

Bandverbindungen: Am, R-D, Nc, Aa

Geboren: 16.09.1886, Innsbruck
Gestorben: 28.09.1941, Wien
ÖCV-Amtsträger, Ministerialrat (Bundeskanzleramt bzw. Unterrichtsministerium)

Lebenslauf:

Dinkhauser wurde als Sohn eines Buchbindermeisters geboren, der einer alten Pustertaler Bauernfamilie entstammte. Das Gymnasium absolvierte er 1905 in Brixen. Danach begann er für das gymnasiale Lehramt das Studium der Klassischen Philologie und Germanistik an der Philosophischen Fakultät der Universität Innsbruck (Dr. phil. 1913, Lehramtsprüfung 1914), wo er der Austria beitrat (Couleurname Flott).

Nach Beendigung seines Studiums war Dinkhauser als Supplent bzw. dann Gymnasialprofessor in St. Pölten, wo Leopold Figl (Nc) sein Schüler war, und in Baden bei Wien eingesetzt. Im Ersten Weltkrieg war er beim Feldjägerbataillon Nr. 6. Nach dem Krieg war er gemeinsam mit Julius Raab (Nc) kurz Gemeinderat in St. Pölten. 1923 wurde er zur Dienstleistung in das Bundesministerium für Unterricht versetzt. 1924 wurde er zum Sektionsrat und 1933 Ministerialrat ernannt.

1934 wurde Dinkhauser in die Personalsektion (Bundeskommissär für Personalangelegenheiten) des Bundeskanzleramtes versetzt. Das war eine der wichtigsten Zentralstellen des „Ständestaates“. Er blieb aber im Unterrichtsministerium weiterhin als Zentraldirektor der Bundeserziehungsanstalten tätig. Nach dem Anschluß wurde er sofort des Dienstes enthoben. Da er sich zu diesem Zeitpunkt wegen es schweren Herzleidens in einem Sanatorium befand, entging er weiteren Verfolgungen.

Mit der Gründung des 3. ÖCV 1933 und der Einführung des ÖCV-Beirates mit Fach-Ämtern wurde Dinkhauser zum Leiter des Amtes für Hochschulfragen gewählt. Dieses Amt übte er bis 1935 aus. Sein Nachfolger wurde Heinrich Drimmel (NdW), der damals auch Sachwalter der Österreichischen Hochschülerschaft war. Dinkhauser war zu der Zeit Amtsträger, als die Deutsche Studentenschaft aufgelöst und an ihrer Stelle eine Österreichische Hochschülerschaft errichtet wurde, deren Funktionäre – sog. Sachwalter – vom Unterrichtsministerium bestellt wurden. Er hatte damals eine wichtige Funktion inne, weil viele CVer als Sachwalter oder sonstige Funktionäre eingesetzt wurden.

Im CV war Dinkhauser auch sonst sehr aktiv. In Baden sowie dann in seinem Wiener Wohnbezirk Wien-Landstraße war er Zirkelvorsitzender. Er war auch einer der Stifter der Rheno-Danubia in Innsbruck. Darüber hinaus war er auch sozial engagiert, was ihn in Kontakt zur Amelungia brachte. So war er Vizepräsident des Vereins „Ferienhort für bedürftige Mittelschüler“.

Dinkhauser erlag im Krieg seinem Herzleiden. Sein Sohn war Herwig Dinkhauser (AIn).

Quellen und Literatur:

Austrier-Blätter Nr. 16, 1947. 130f.
Kriss, Simon–Zathammer, Stefan: Austriae mortuis I. Die Verstorbenen Austrier der Rezeptionsjahrgänge von 1864–1910. Innsbruck 2024, 400 und 536.
Hundert (100) Jahre Katholische Österreichische Hochschulverbindung Amelungia im ÖCV. Für Volk und Altar. Redaktion Oskar Mayer. Wien 2008, 339.