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Dek. Univ.-Prof. KonsR. P. Dr. Benedikt Josef Probst , OSB

Dek. Univ.-Prof. KonsR. P. Dr. Benedikt Josef Probst , OSB

Ehrenmitgliedschaften: Rheno-Juvavia, Austria Innsbruck

Geboren: 23.12.1898, Braunau am Inn (Oberösterreich)
Gestorben: 16.02.1973, Salzburg
Universitätsprofessor (Altes Testament), Ordenspriester (OSB)

Lebenslauf:

Probst wurde auf den Namen Josef ge­tauft und be­such­te als Kon­vikts-Zög­ling des Be­ne­dik­ti­ner­stif­tes St. Peter in Salz­burg das dor­ti­ge Fürst­erz­bi­schöf­li­che Gym­na­si­um Col­le­gi­um Bor­ro­ma­eum. Nach sei­ner Ma­tu­ra im Jahr 1917 trat er in die­ses Stift ein und nahm den Or­dens­na­men Be­ne­dikt an. Nach dem No­vi­zi­ats­jahr bzw. den ein­fa­chen Ge­lüb­den be­gann er das Stu­di­um an der selb­stän­di­gen Ka­tho­lisch-Theo­lo­gi­schen Fa­kul­tät Salz­burg (abs. theol. 1922, Dr. theol. 1926). Am 15. Au­gust 1921 legte er die fei­er­li­che Pro­feß ab, und noch vor dem Stu­di­en­en­de wurde er am 24. Au­gust 1921 zum Pries­ter ge­weiht.

Nach dem Stu­di­um war Probst ei­ni­ge Zeit in der Seel­sor­ge von stifts­ei­ge­nen Pfar­ren ein­ge­setzt, u. a. in Wien-Dorn­bach (17. Be­zirk). Nach sei­ner Pro­mo­ti­on wurde er zu einem Wei­ter­stu­di­um an das Päpst­li­che Bi­bel­in­sti­tut in Rom ge­schickt. Von 1928 bis 1932 stu­dier­te er zu­sätz­lich an der Ka­tho­lisch-Theo­lo­gi­schen Fa­kul­tät der Uni­ver­si­tät Wien. 1930 ha­bi­li­tier­te er sich für das Bi­bel­stu­di­um des Alten Tes­ta­ments an der Ka­tho­li­schen-Theo­lo­gi­schen Fa­kul­tät Salz­burg und wurde mit 1. Ok­to­ber 1933 zum au­ßer­or­dent­li­chen Uni­ver­si­täts­pro­fes­sor die­ses Fa­ches er­nannt. Kurz da­nach ver­lieh ihm die Rheno-Ju­va­via die Eh­ren­mit­glied­schaft.

Nach dem An­schluß wurde die Salz­bur­ger Theo­lo­gi­sche Fa­kul­tät auf­ge­ho­ben. Sie be­stand je­doch als Diö­ze­san­lehr­an­stalt bis 1941 wei­ter und wurde dann end­gül­tig auf­ge­löst. Probst wurde daher 1938 zwangs­eme­ri­tiert. Im Stift wohn­te ab 1939 der Fürst­erz­bi­schof Si­gis­mund Waitz (Vi EM), der von der na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen Gau­ver­wal­tung aus sei­ner Re­si­denz ver­wie­sen wurde. Am Mor­gen des 30. Ok­to­ber 1941, sei­nem To­des­tag, spen­de­te ihm Probst die „Letz­te Ölung“. Nach dem Krieg und der Wie­der­öff­nung der Ka­tho­lisch-Theo­lo­gi­schen Fa­kul­tät Salz­burg wurde Probst mit 29. Mai 1947 zum or­dent­li­chen Uni­ver­si­täts­pro­fes­sor für alt­tes­ta­ment­li­che Bi­bel­wis­sen­schaft und ori­en­ta­li­sche Dia­lek­te er­nannt. In den Stu­di­en­jah­ren 1948/49, 1949/50, 1954/55, 1955/56 und 1960/61 war er Dekan der Fa­kul­tät und auf­grund deren selb­stän­di­gen Sta­tus da­durch Mit­glied der Ös­ter­rei­chi­schen Rek­to­ren­kon­fe­renz. Er war auch Mit­glied des Aka­de­mi­schen Rates des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Un­ter­richt.

In den bei­den ers­ten De­kans-Jah­ren oblag Probst die Er­rich­tung des Päpst­li­chen Phi­lo­so­phi­schen In­sti­tuts ähn­lich, wie es be­reits an der Theo­lo­gi­schen Fa­kul­tät in Inns­bruck be­stand. Nach dem zwei­jäh­ri­gen phi­lo­so­phi­schen Grund­stu­di­um im Rah­men des Theo­lo­gie­stu­di­ums konn­te man nach einem wei­te­ren Jahr den aka­de­mi­schen Grad Lic. phil. und nach einem wei­tern den eines Dr. phil. schol. (nun­mehr Dr. phil. fac. theol.) er­wer­ben. Das wer­te­te die Theo­lo­gi­sche Fa­kul­tät Salz­burg auf, wo­durch sie Hörer au­ßer­halb Ös­ter­reichs und des deut­schen Sprach­raums bekam. In sei­nem letz­ten De­kans-Jahr 1960/61 hat er ent­schei­dend bei der Er­rich­tung der Uni­ver­si­tät Salz­burg mit­ge­wirkt und war Mit­glied des Pro­po­nen­ten­ko­mi­tees, das mit den Vor­be­rei­tungs­ar­bei­ten be­traut war.

Probst war auch lange Zeit in den füh­ren­den Gre­mi­en des Salz­bur­ger Uni­ver­si­täts­ver­eins und bei der Ge­stal­tung der Salz­bur­ger Hoch­schul­wo­chen tätig. Sei­tens des Uni­ver­si­täts­ver­eins wur­den das „In­ter­na­tio­na­le For­schungs­zen­trum“ und das erste Salz­bur­ger Stu­den­ten­heim er­rich­tet, an wel­chen Pro­jek­ten Probst be­tei­ligt war. Er wirk­te im Stift als Kan­tor und war auch als Stu­den­ten­seel­sor­ger tätig. Als sol­cher hielt er Ex­er­zi­ti­en und Ein­kehr­ta­ge ab. Er war seit 1933 auch De­fen­sor vin­cu­li (Ehe­band­ver­tei­di­ger) am erz­bi­schöf­li­chen Me­tro­po­li­tan- und Diö­ze­san-Ge­richt. 1969 wurde er eme­ri­tiert. Er wurde auf dem Fried­hof St. Peter Salz­burg be­gra­ben.

Werke:

Das israelitische Pfingstfest (1930).
Allgemeine Einführung in das Alte Testament (1947).

Quellen und Literatur:

Aktenbestand der Ehrenzeichenkanzlei der Österreichischen Präsidentschaftskanzlei (Kabinettsdirektor i. R. Heinz Hafner Am, Mitteilung 4. 5. 2021).