Wartungsfunktionen

Alois Schwarz

Alois Schwarz

Ehrenmitgliedschaften: Austro-Peisonia, Austro-Ferrea

Geboren: 12.10.1932, Mogersdorf (Bezirk Jennersdorf, Burgenland)
Gestorben: 26.08.2007, Wien
Bürgermeister (Eisenstadt), Vizepräsident (Arbeiterkammer Burgenland), Technischer Angestellter

Lebenslauf:

Nach dem Besuch der Volks- und Hauptschule besuchte Schwarz eine Höhere Technische Lehranstalt in Wien, Fachrichtung Elektrotechnik, nach deren Absolvierung und entsprechender Berufspraxis er die Standesbezeichnung Ingenieur erhielt. Nach der Matura erhielt er 1954 eine Anstellung als Elektrotechniker in der Eisenstädter Niederlassung der Niederösterreichischen Elektrizitätswirtschafts AG (NEWAG, nunmehr EVN), die damals auch Burgenland betreute. Als 1958 die Burgenländische Elektrizitätswirtschafts AG (BEWAG, nunmehr Energie Burgenland) gegründet wurde, wechselte er zu dieser und war dort zuletzt Leiter der Abteilung für Wärmetechnik und Kundendienstinformation.

Schwarz engagierte sich bald im ÖAAB bzw. in der ÖVP sowie bei den Christlichen Gewerkschaften als auch in der Eisenstädter Kommunalpolitik. Seit 1964 war er Kammerrat der Kammer für Arbeiter und Angestellte des Burgenlands und von 1974 bis 1979 deren Vizepräsident. Ab 1960 war er Mitglied der Landesexekutive Burgenland des Österreichischen Gewerkschaftsbundes sowie ab 1975 Landesobmannstellvertreter der Gewerkschaft der Privatangestellten. Darüber hinaus bekleidete er Funktionen in der Sozialversicherung.

1968 wurde Schwarz für die ÖVP in den Gemeinderat von Eisenstadt gewählt und bekleidete dort von 1971 bis 1989 die Funktion des ÖVP-Klubobmanns. 1977 wurde er in den Stadtrat (Gemeindevorstand) gewählt. Am 17. Januar 1990 wurde er vom Gemeinderat zum Bürgermeister des Landeshauptstadt Eisenstadt gewählt, welche Funktion er bis zum 15. Januar 2002 ausübte. Ein wichtiges Anliegen für ihn war die Verbesserung des Bildungs- und Freizeitangebote, weshalb umfangreiche Sanierungen und Neuerrichtungen von Schulgebäuden erfolgten. Zudem konnte in Eisenstadt ein Fachhochschullehrgang etabliert werden, aus dem dann die Fachhochschule Eisenstadt wurde. 1997 wurde in Eisenstadt das Technologiezentrum eröffnet, das durch den TechnoPark (1999) und das TechLab (2001) eine Erweiterung erfuhr. Mit Unterstützung von EU-Geldern gelang es, dem Verfall des Eisenstädter Schloßsparks Einhalt zu gebieten. 1990 wurde mit dem Umbau des Rathauses begonnen, dessen Fertigstellung erst nach seinem Rücktritt erfolgte. Am 17. Mai 2002 wurde er zum Ehrenbürger der Stadt Eisenstadt ernannt.

Schwarz wurde 1997 Ehrenmitglied der Austro-Peisonia (Couleurname Siola, sein verkehrt gelesener Vorname) und war ein Betreiber der Gründung der Eisenstädter CV-Verbindung Austro-Ferrea, die ihm gleich die Ehrenmitgliedschaft verlieh. Er war auch Mitglied der MKV-Verbindung Fortchenstein Eisenstadt. Er verstarb nach kurzer, schwerer Krankheit kurz vor seinem 75. Geburtstag und wurde auf dem Städtischen Friedhof Eisenstadt begraben. Eine seiner Töchter ist Gabriela (Gaby) Schwarz, ÖVP-Nationalratsabgeordnete (Gesundheitssprecherin) und ehemalige ORF-Journalistin.

Quellen und Literatur:

Aktenbestand der Ehrenzeichenkanzlei der Österreichischen Präsidentschaftskanzlei (Kabinettsdirektor i. R. Heinz Hafner Am, Mitteilung 18. 5. 2021).
https://www.eisenstadt.gv.at/buergerservice/der-buergermeister/historie/
Email Marcus Winkler (Pan, A-F), 12. 5. 2021