Lebenslauf:
Klotz besuchte das Realgymnasium in Kufstein, wo er bei der MKV-Verbindung Cimbria aktiv war, und begann nach seiner Matura im Jahr 1959 das Studium der Architektur an der Technischen Hochschule (TH) in Wien (Dipl.-Ing. 1966; Dr. techn. 1978), wo er der Austria beitrat (Couleurname Nolly) und im Sommersemester 1964 Fuchsmajor war. Während seines Studiums war er in Architekturbüros in der Schweiz und in Tirol tätig. Nach seinem Diplom war er Assistent am Institut für Städtebau, Raumplanung und Raumordnung an der TH Wien.
1970 trat Klotz in den Dienst der Gemeinde Wien und wurde Leiter der Referats VI (Räumliche Stadtentwicklung) der Magistratsabteilung 18. 1974 wechselte er zur Stadt Innsbruck und wurde dort Vorstand des Stadtplanungsamtes sowie 1982 Stellvertreter des Baudirektors. Er kehrte jedoch 1991 wieder nach Wien zurück, wo er Planungsdirektor im Rahmen der Stadtbaudirektion wurde. Von 1997 bis 2005 war er Bereichsdirektor für die Stadtplanung in Wien. In dieser Eigenschaft war er für die Erarbeitung und Umsetzung zweier Stadtentwicklungspläne und zweier Verkehrskonzepte verantwortlich. Unter ihm wurde die Parkraumbewirtschaftung eingeführt, darunter auch das von ihm initiierte „Parkpickerl“. Von 2002 bis 2004 war er Weltkulturerbe-Beauftragter der Stadt Wien.
Nebenher verfolgte Klotz auch eine wissenschaftliche Karriere. Ab 1970 war er bereits abwechselnd Lehrbeauftragter an der nunmehrigen Technischen Universität (TU) Wien und der Universität Innsbruck. 1986 habilitierte er sich an der TU Wien für das Fachgebiet Raumplanung unter besonderer Berücksichtigung der kommunalen Entwicklungsplanung. 1987 erhielt er die Befugnis zu einem Zivilingenieur (Architekt), und mit 14. Juni 1995 wurde ihm der Berufstitel eines außerordentlichen Universitätsprofessors verliehen. Von 1995 bis 2005 leitete er das Ludwig-Boltzmann-Institut für Interdisziplinäre Stadtforschung.
Mit 1. März 2006 wurde Klotz zum Universitätsprofessor am Institut für Städtebau und Raumplanung an der Fakultät für Architektur der Universität Innsbruck berufen, womit er seine Tätigkeit in der Stadt Wien beendete. Von Oktober 2007 bis Februar 2012 war er auch Vizerektor der Universität für Infrastruktur. In dieser Stellung war er für den räumlichen Ausbau der Universität Innsbruck maßgeblich verantwortlich. Nach seiner Emeritierung im Jahr 2012 war Klotz Selbständiger zu Fragen der Raum- und Verkehrsplanung, hielt Vorträge, auch im internationalen Bereich, und publizierte weiterhin.
Werke:
(Auswahl)Entwicklung und Struktur der historischen Stadtkerne der Tiroler Städte (1980).
Stadt Kufstein. Städtebauliche Entwicklung und Gestaltung (1988).
Stadt und Nachhaltigkeit. Ein Diskurs (2002).
Verständigungsversuche zum Wandel der Stadtplanung (2003).
Stadtplanung und Stakeholder. Managing the Flow (2006).
Wien – Weltkulturerbe (2006).
Stadtentwicklung und Städtebau in Innsbruck 1938–2015 (2016).
Straßen, Bauten, Plätze. Städtebauliche Enzwicklung der Stadt Kufstein im 20. Jahrhundert (2019).
Quellen und Literatur:
Verbindungsarchiv Austria Wien. Personalstandesblatt.Aktenbestand der Ehrenzeichenkanzlei der Österreichischen Präsidentschaftskanzlei (Kabinettsdirektor i. R. Heinz Hafner Am, Mitteilung 8. 4. 2026.