Die Salzburger Hochschulwochen (SHW) zählen seit 1931 zu den bedeutendsten internationalen und interdisziplinären Sommeruniversitäten im deutschsprachigen Raum und nutzen die Gelegenheit das Salzburg aufgrund der Festspiele im Sommer ein Hotspot in Europa ist. Die Hochschulwochen wurden von den Benediktinern eingeführt und sind heute als eigenständige Einrichtung an der Paris Lodron Universität Salzburg angesiedelt. Sie bringen jährlich rund 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem In- und Ausland zusammen. Ziel der Hochschulwochen ist es, ein Forum zu schaffen, in dem Theologie gemeinsam mit anderen Wissenschaften aktuelle gesellschaftliche und grundlegende Fragen unserer Zeit diskutiert.
Die Geschichte der SHW ist eng mit der europäischen Zeitgeschichte verbunden. Nach ihrer Gründung wurden sie während der NS-Zeit von 1939 bis 1945 verboten, unmittelbar nach Kriegsende jedoch wieder aufgenommen. Bedeutende Persönlichkeiten wie Karl Rahner, der hier erstmals sein Werk Hörer des Wortes vorstellte, Joseph Ratzinger (Papst Benedikt XVI.), Hans-Georg Gadamer oder Ruth Klüger prägten die Hochschulwochen als Ort des wissenschaftlichen Dialogs und einer offenen katholischen Gesprächskultur.
Unter dem diesjährigen Generalthema „Wer wir sind und sein wollen. Identität: Superkraft und Problemzone“ stehen die SHW ganz im Zeichen dieser Identitätsfragen. Im Mittelpunkt stehen die Auswirkungen gesellschaftlicher Umbrüche, Künstlicher Intelligenz, Klimawandel und autoritärer Entwicklungen auf das Selbstverständnis von Menschen, Kirchen und Gesellschaft. Gleichzeitig wird das franziskanische Jubiläumsjahr anlässlich des 800. Todestages des heiligen Franziskus in das Programm eingebunden.
Das Programm umfasst Vorlesungen, wissenschaftliche Diskussionen, interdisziplinäre Begegnungen sowie zahlreiche Möglichkeiten zum Austausch zwischen Wissenschaft, Kirche und Gesellschaft. Studierende können die Teilnahme zudem als Lehrveranstaltung der Universität Salzburg absolvieren und durch die Anfertigung eines wissenschaftlichen Essays drei ECTS-Punkte erwerben.
Reguläre Teilnehmerinnen und Teilnehmer melden sich über die vorgesehenen Anmeldevarianten auf der Homepage der Salzburger Hochschulwochen (LINK) an und erhalten nach fristgerechter Bezahlung eine Bestätigung per E-Mail. Studierende können sich ebenfalls über das Buchungssystem anmelden; Studierende der Paris Lodron Universität Salzburg, die ECTS-Punkte erwerben möchten, nutzen dafür das Portal PLUSonline.
Am Montag, den 03. August 2026 um 18:30 Uhr (plen. col.) findet im Hörsaal 101 aufgrund der jahrelangen Unterstützung der katholischen Studentenverbände CV, KV, UV und dem Salzburger Altherrenlandesbundes ein eigener Vortrag im Rahmen des Treffens der "korporationsstudentischen Verbände" statt. Als Vortragender konnte der emeritierte Bischof von Oslo H. Markus Brent Eidsvig Can.Reg. gewonnen werden, der heute im Ruhestand im Stift Klosterneuburg lebt. Danach wird zum Umtrunk auf Einladung des AHLBs gebeten.
Das hochkarätige digitale Programmheft (LINK) ist in einem übersichtlichen Folder kompakt zusammengefasst und bietet die optimale Unterstützung um einzelne Vorträge oder mehrere Veranstaltungen auszuwählen. Den abschließenden Festvortrag wird am Sonntag, den 09. August 2026 um 10:30 Uhr, im Rahmen eines akademischen Festakts der Erzbischof von Paderborn Dr. Udo Markus Bentz zum Thema „Fremde sind wir vor dir und Gäste“ (1. Chr. 29,15) – Zur Ambivalenz christlicher Identität in Kirche und Gesellschaft" halten.
Bildquelle: © Salzburger Hochschulwochen (Homepage)