Am Dienstag, den 10. Feber, war Bundesminister und ÖCVer Wolfgang Hattmannsdorfer zu Gast beim traditionellen Mittagstisch des ÖCV-Wirtschaftsclubs.
Hattmannsdorfer ist seit Jahrzehnten ein begeisterter Couleurstudent, zunächst als MKVer, später auch als ÖCVer. Der oberösterreichische Wirtschaftswissenschaftler trat während seines Studiums an der JKU Linz der K.a.V. Austro-Danubia bei und wurde später auch Mitglied der Maximiliana Linz. Seit April 2025 ist er Bundesminister für Wirtschaft, Energie und Tourismus. Unter Oberösterreichs Landeshauptmann Stelzer war er zuletzt Landesrat für Soziales, Integration und Jugend.
Die Botschaft des Bundesministers war klar: Österreich bzw. die österreichische Wirtschaft braucht ein Comeback – ein Comeback von Fleiß und Leistung sowie Innovation und Exzellenz in einem internationalen Kontext, die Österreich zu dem gemacht haben, was es heute ist.
Hattmannsdorfer hatte das Amt des Ministers in einer schwierigen Zeit übernommen und er gab zu, dass das BIP-Wachstum noch nicht dort ist, wo wir hin müssen. Dennoch gelangen in dieser Zeit die Einbremsung der Inflation durch Maßnahmen im Energiesektor, mehr Wettbewerbsfähigkeit durch Milliarden-Investitionen in Schlüsseltechnologien und der Aufbau einer resilienten Wirtschaft.
Der Wirtschafts- und Energieminister machte keinen Hehl daraus, „Politik betriebswirtschaftlich zu denken“, wozu auch ein Bürokratieabbau gehöre. Es brauche Strategien, etwa in der Industrie, und Leistungsanreize, worin auch Steuererleichterungen einfließen. Von leistungsfeindlicher Umverteilung hält der ÖCVer dagegen wenig: „Umverteilen kann ich nur, was ich erwirtschaftet habe.“ Zugleich betonte er aus seiner Sicht auf die katholische Soziallehre, dass die Wirtschaft jedem auf seine Weise zu Gute kommen müsse und daher grundsatzpolitische Fragen neu gestellt werden müssten – auch innerhalb des ÖCV.
Redaktion: Hannes Marmsoler (Merc, Pan)
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