Platzbenennung nach Dr. Arthur Lanc (NdW)

Datum Von Österreichischer Cartellverband  
16.04.2018 Sebastian Ecker Österreichischer Cartellverband

Artikel

Am Donnerstag, 12. April 2018, um 17:00 Uhr wurde in der Leopoldstadt (2. Wiener Gemeindebezirk) ein Platz nach dem Mediziner und Arzt Cartellbruder Dr. Arthur Lanc (Nordgau Wien, Donaumark Wien im MKV) und seiner Frau Maria Lanc benannt. Cbr. Lanc hatte als Arzt in Gmünd am Ende des II. Weltkriegs (16. Februar 1945) drei ungarische Juden, aus einem Zwangsarbeitslager kurz vor dessen Auflösung und Verlegung ins KZ Mauthausen, befreit und versteckt.

Cbr. Arthur und Maria Lanc gehörten daher in die Reihe der „Gerechten unter den Völkern“, die unter Aufsichnahme von Gefahren für die eigene Person in extremen Situationen des Krieges und der Verfolgung Menschen geholfen und Menschenleben gerettet haben. Am 16. Dezember 1986 wurde ihnen von der Gedenkstätte Yad Vashem die Ehrenmedaille „Gerechte unter den Völkern“ verliehen. Im Juli 1987 durfte Cbr. Lanc in der „Allee der Gerechten“ einen Baum pflanzen.

Auf Anregung von Bezirksrat Cbr. Mag. Paul Hefelle (Franco-Bavaria, Donaumark Wien) wurde nun in Wien-Leopoldstadt, wo Lanc aufwuchs, in die Schule ging und als Mittelschüler der katholischen Mittelschulverbindung Donaumark Wien beitrat, ein Platz zur Benennung (Höhe Taborstraße 21) vorgesehen. Der Festakt wurde von der Bezirksvorsteherin Ulrike Lichtenegger eingeleitet, danach folgten Reden von Arie Fogler, dem Oberrabbiner von Wien sowie von Bezirksrat Mag. Paul Hefelle und der schließlich von Helga Rosenmayer, der Bürgermeisterin von Gmünd.

Schließlich enthüllten die beiden Töchter von Arthur und Maria Lanc, die Straßen- und Zusatztafel, die nun gut sichtbar in der Mitte des Lancplatz aufgestellt wurde. Anschließend folgte ein kleiner Empfang der Bezirksvorstehung im nahegelegenen Bezirksmuseum.

Mehr Informationen im Biographischen Lexikon des ÖCV unter: https://www.oecv.at/Biolex/Detail/12600204

erstellt am 16.04.2018