Alois Mock ist 75

Alois Mock ist 75

Österreichischer Cartellverband
Österreichischer Cartellverband
08.06.2009
Gerhard Labschütz

Alois Mock wurde im Jahr 1934 in Euratsfeld geboren und besuchte dort die Volksschule, um sodann auf das Gymnasium in Amstetten zu wechseln. 1952 machte er im Gymnasium von Seitenstetten die Matura und begann im selben Jahr ein Studium der Rechts- und Staatswissenschaften an der Universität Wien, das er 1957 mit dem Doktortitel abschloss.
Schon ein Jahr später trat er in das Unterrichtsministerium ein, wo er zunächst für hochschulpolitische Fragen zuständig war. 1961 wechselte er mit dem Zuständigkeitsbereich EWG und EFTA-Fragen ins BKA, ehe er 1962 der österreichischen OECD-Vertretung in Paris zugeteilt wurde. 1966 schließlich wurde er Sekretär und Kabinettchef von Bundeskanzler Josef Klaus.
Parallel dazu vollzog sich sein politischer Aufstieg. Im Juni 1969 wurde Mock Unterrichtsminister, ein Jahr später übernahm er das Amt des Bürgermeisters von Euratsfeld. Wieder ein Jahr später wählte ihn der ÖAAB zu seinem Bundesobmann, ein Amt, welches er bis 1978 innehatte. Nach dem Ausscheiden aus dem Ministeramt übersiedelte Mock in den Nationalrat, wo er ab 1978 als Klubobmann seiner Fraktion wirkte. Als solcher löste er 1979 Josef Taus als Parteiobmann der ÖVP ab. Überdies wurde Mock in der Folge Präsident der EDU wie der IDU.
Bei den Nationalratswahlen 1986 führte Mock die ÖVP knapp an die SPÖ heran, die logische Konsequenz dieses Wahlausganges war die im Januar 1987 gebildete Große Koalition, in der Mock die Funktionen des Vizekanzlers und Außenministers übernahm. Nach 10 Jahren an der Spitze der ÖVP machte Mock 1989 Platz für Josef Riegler, der auch die Funktion des Vizekanzlers übernahm. Mock blieb jedoch Außenminister und war in dieser Funktion maßgeblich am Beitritt Österreichs zur EU beteiligt, leitete er doch jene österreichische Delegation, die im Frühjahr 1994 die Beitrittsintensivverhandlungen führte. Kurz, nachdem Österreich EU-Staat geworden war, zog sich Mock im Mai 1995 auf sein Nationalratsmandat zurück, das er bis zum 28. Oktober 1999 inne hatte. Obwohl damit aus der aktiven Politik ausgeschieden, beschäftigt er sich bis heute als elder statesman seiner Partei mit grundsätzlichen Fragen der Außenpolitik wie der Politik überhaupt.
Alois Mock ist Mitglied der K.a.V. Norica und trägt zahlreiche Ehrenbänder in anderen ÖCV-Verbindungen (Walth, Rd, FlP, Cl, A-W, AIn, Baj, F-B) sowie in mehreren CV- und MKV-Verbindungen. Er wurde mit dem Band "in vestigiis Wollek", der höchsten Auszeichnung, die im ÖCV verliehen wird, und dem Ehrenring des ÖCV für seine besonderen Verdienste ausgezeichnet.