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Otto Huber

Otto Huber

Urverbindung: Norica (12.10.1894)

Bandverbindungen: AIn

Geboren: 27.02.1876, Wilten (heute Innsbruck, Tirol)
Gestorben: 15.07.1949, Wien
Sektionschef, Kabinettsdirektor

Lebenslauf:

Huber absolvierte das Schottengymnasium in Wien und studierte danach an den Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universitäten Wien (Dr. iur. 1901), wo er der Norica beitrat (Couleurname Alphart), sowie Innsbruck. Teilweise im Wintersemester 1896/97 sowie im Sommersemester 1897 war er Senior der Norica. 1897/98 leistete er sein Einjährig-Freiwilligenjahr beim 1. Tiroler Kaiserjägerregiment und erreichte nach mehreren Waffenübungen den Rang eines Oberleutnants der Reserve.

Nach dem Studienende trat Huber Anfang 1901 als Konzeptspraktikant in die Statthalterei Triest (für das Küstenland) ein. Im selben Jahr wurde er an die Bezirkshauptmannschaft Pola (Istrien) versetzt, wo er bis 1905 blieb. Danach war er wieder in der Statthalterei in Triest tätig, zuletzt als Leiter des Präsidialbüros, wo er auch während des Krieges blieb.

Nach Kriegsende wurde Huber ins Innenministerium nach Wien berufen, wo er bald mit den Agenden der Verwaltung des Burgenlands betraut wurde. Am 10. Juni 1922 wurde er zum Ministerialrat und 1929 zum Leiter der Abteilung für wirtschaftliche Unternehmungen, Aktienwesen und Sparkassen ernannt.

Von 1932 bis 1934 war er Präsidialvorstand des Innenministeriums. Am 28. Juni 1934 wurde er zum Sektionschef und nach der Eingliederung des Innenministeriums in das Bundeskanzleramt zum Leiter der Präsidialsektion ernannt. 1936 wechselte er als Kabinettsdirektor in die Präsidentschaftskanzlei.

Nach dem Anschluß wurde er zwar mit 1. Oktober 1938 als Ministerialdirigent übernommen, wurde jedoch aufgefordert, seine Pensionierung zu beantragen. Mit 30. Juni 1939 trat er dann in den Ruhestand.

Quellen und Literatur:

Verbindungsarchiv Norica (Georg Schmitz).
Enderle-Burcel, Gertrude–Follner, Michaela: Diener vieler Herren. Biographisches Handbuch der Sektionschefs der Ersten Republik und des Jahres 1945. Hg. vom Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands und der Österreichischen Gesellschaft für Quellenstudien. Wien 1997, S. 196f.